Oracle DBA’s Weblog

Der Weblog für Oracle-DBAs

Archiv für Juni 2008

Data Recovery Advisor in 11g

Verfasst von Kay Liesenfeld am 18. Juni 2008

Seit Oracle 11g gibt es ja einige neue Backup- und Recovery-Features, unter anderem auch den Data Recovery Advisor.

Dieser neue Assistent soll Fehler ermitteln, klassifizieren, darstellen und auch lösen. In bunten Oracle-Bildchen sieht das dann so aus:

(Quelle: Oracle)

Wir haben den Ratschlaggeber Advisor mit einer kleinen Aufgabe auf die Probe gestellt: man nehme eine x-beliebige Oracle-Datendatei, zerstückele sie ein bisschen und warte, was passiert.

Zunächst die Ausgangslage: wir suchen uns die Datei EXAMPLE01.DBF aus, die zum Beispielschema der Datenbank gehört. Der Benutzer HR greift mit seinen Objekten auf diese Datei zu.

Wir öffnen die Datei mit dem VI und löschen mitten in der Datei wahllos zwei Zeilen (Kommando „dd“). Dann speichern wir die nun logisch korrupte Datei mit „wq!“ ab.

Der nächste Screenshot zeigt, dass sich die Größe der veränderten EXAMPLE01.DBF vom Ausgangszustand unterscheidet.

Als Benutzer HR führen wir nun ganz unbedarft im SQL*Plus-Statement aus, das potenziell die von uns zerstörten Daten betrifft.

Und tatsächlich — wir haben auf Anhieb die kaputte Stelle getroffen und werden als Anwender sofort über den Schadensfall informiert. Falls wir wissend sind und genügend Rechte haben, können wir noch ein

analyze <Tabelle> validate structure;

ausführen und Oracle die Struktur der Tabelle prüfen lassen. Auch hier bekommen wir eine Fehlermeldung. (Falls der Anwender den Analyze-Befehl nicht ausführen kann, sollte der DBA auf diese Weise die Integrität der Tabelle überprüfen.) Nun ist es also höchste Zeit, den DBA anzurufen.

Dieser versucht sich ggf. mit dem DBVERIFY-Utility einen Überblick über die Lage zu verschaffen.

Im Enterprise Manager wird mittlerweile auch schon vor einem „kritischen Vorfall“ gewarnt.

Die Fehlerbeschreibung ist eindeutig: EXMAPLE01.DBF ist defekt und somit sind einige Objekte im Example-Tablespace nicht verfügbar.

Der Recovery-Advisor bietet sogleich seine Hilfe an.

Die Empfehlung wird anhand des RMAN-Skripes dargestellt, das der Advisor zur Lösung des Problems ausführen möchte, so man ihn denn lässt: Hier soll die Datei EXAMPLE01.DBF aus dem vorhandenen RMAN-Backup wiederhergestellt und dann mittels der Archive-Log-Dateien auf den Stand vor dem Crash aktualisiert werden.

Gibt man dem Advisor freie Fahrt, legt er das RMAN-Skript als Job an und macht sich sogleich an die Arbeit…

Während der Laufzeit des Jobs hat man eine Übersicht über die einzelnen Schritte:

…und fertig!

Das ausgeführte Skript liest sich dann wie folgt:

RMAN-Report (PDF)

Fazit: In unserem einfachen Testszenario leistet der Advisor gute Arbeit. Man muss sich nicht um RMAN-Skripte kümmern, hat jederzeit den Überblick und konzentriert sich auf das Wesentliche. Wie sich der Advisor bei komplexeren Problemen verhält, bleibt auszutesten. Allerdings darf man nicht die eierlegende Wollmilchsau erwarten, denn Oracle setzt dem Advisor relativ enge Grenzen:

A. Physical corruption such as block checksum failures and invalid block header field values
B. I/O failures such as hardware errors and operating system driver failures
C. Inconsistencies such as a datafile that is older than other database files
D. Failures on standby databases

Für diese Fälle wird er sich gut eignen, nimmt dem DBA aber nicht die verantwortungsvolle Planung und Administration eines sicheren Backup- und Recovery-Konzeptes ab.

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Nachdenklich ;-)

Verfasst von Roland Schiller am 17. Juni 2008

SOA...what???

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Mal wieder falsche Abfrageergebnisse in 11g

Verfasst von Kay Liesenfeld am 16. Juni 2008

„Wrong results can occur from subquery unnesting if there is aPL/SQL function in a subquery with no columns as an argument(ie: all constants).

Workaround: Disable subquery unnesting in that subquery.

Bug 6192202 vom 04.06.2008, Metalink Note 6192202.8

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Platten-Geschwindigkeit messen, Teil 2

Verfasst von Kay Liesenfeld am 12. Juni 2008

In einem der letzten Artikel haben wir beschrieben, wie mittels des DBMS_RESOURCE_MANAGER-Packages in einer installierten 11g-Instanz die Festplatten-Performance zu messen ist.

Allerdings stellt sich nicht selten die Frage, ob eine spezifische vorhandene Konfiguration überhaupt für den Einsatz einer Oracle-Datenbank geeignet ist. Bevor man nun Oracle installieren und mehr oder weniger umständlich Workload simulieren muss, kann man Ähnliches auch auf einem „nackten“ System ohne installiertes Oracle-RDBMS tun — mit dem Oracle ORION-Tool.

Eine erste Einführung zu dem Thema findet man hier:
http://www.dbasupport.com/oracle/ora10g/disk_IO_03.shtml

Direkt mit ORION starten lässt sich hier:
http://www.oracle.com/technology/software/tech/orion/index.html

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Reports

Verfasst von Roland Schiller am 11. Juni 2008

Heute möchte ich Euch ein Script vorstellen, das Reports produziert, die ich selten sah.

Zum Ausprobieren einfach nach http://idevelopment.info, genau, Jeff Hunter ist der Verfasser des Scripts.

Achja, der Name des Scripts, gibt es für 8i, 9i, 10g und 11g folgt noch:

Snapshot Database – (Producing DBA Reports in HTML)

Das habe ich jetzt von Copy & Paste, aber der Report ist schließlich auch groß ;-)

Sollten Fragen aufkommen, bezüglich, wer hilft mir bei der Analyse des Reports? Sischer, Sischer,……. wir

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Platten-I/O-Geschwindigkeit messen in 11g

Verfasst von Kay Liesenfeld am 11. Juni 2008

Von unserem geschätzten Kollegen Dr. Peter Alteheld kam heute folgende interessante Info:

Durch Aufruf von DBMS_RESOURCE_MANAGER.CALIBRATE_IO bekommt man in 11g heraus:

  • wieviele single block-Lesezugriffe pro Sekunde von Platte durchgeführt werden können
  • wieviele MByte pro Sekunde von Platte bei 1MByte-Zugriffen geholt werden können
  • die Latenzzeit – also die Zeit zwischen Absenden der Plattenleseanforderung und Rücksenden der Daten – in Millisekunden

So kann man gut überprüfen, wie gut das drunterliegende Plattensystem ist – insbesondere auch bei Vergleichen zwischen Produktions- und Testsystemen. Die Software soll wohl einer Variante des Clarion-Tools entsprechen.

In 10g konnte man innerhalb der Datenbank ja nur per Sammeln von Systemstatistiken solche Daten erheben, die aber dann immer gleich in die Optimizerentscheidungen einflossen.

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Doris

Verfasst von Roland Schiller am 10. Juni 2008

Ich stelle Euch Doris vor.

Doris wird Euch behilflich sein, ein Oracle Environment aufzubauen. Frauen und IT klappt verdammt gut, in diesem Fall ;-)

http://dizwell.com/2008/05/01/doris-redux/

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Firefox-Such-Plugins für Oracle-Webseiten

Verfasst von Kay Liesenfeld am 9. Juni 2008

In Eddie Awad’s Blog findet man einige hilfreiche Firefox-Plugins, mit denen man Oracle-Webseiten durchsuchen kann, wie etwa die Dokumentation oder sogar Metalink. Die Plugins werden einfach als weitere Suchmaschine registriert.

Zu finden sind die Plugins hier:

http://awads.net/wp/2005/10/06/oracle-metalink-firefox-search-plugin/

Noch mehr interessante Plugins können bei ORACLE BASE heruntergeladen werden, unter anderem auch Search-Plugins für ORA-Fehlermeldungen:

http://www.oracle-base.com/misc/Firefox.php

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Oracle Universal Installer startet nicht

Verfasst von Kay Liesenfeld am 6. Juni 2008

Die Aufgabe war Routine: installieren von 10g Patch 10.2.0.4 auf einem Windows-2000-Server. Allerdings scheiterten wir schon relativ früh: der zu startende Oracle Universal Installer (OUI) versagte seinen Dienst und tat…. gar nichts.

Beim Start der Java VM stieg SETUP.EXE augenscheinlich aus und fristete sein Dasein fortan als Geist im Windows-Taskmanager.

Eine Suche in Metalink brachte leider nicht die erhoffte Lösung; erst die Kollegen gaben den entscheidenden Hinweis:

Note 266617.1: Oracle Universal Installer (OUI) may appear and then disappear on Windows 2000 with Service Pack 4

Klar, jeder sucht ja auch nach „may appear and then disappear“ anstatt „OUI does not start“.

Wie dem auch sei, die Lösung ist ein Parameter für SETUP.EXE — bei uns führte folgendes zum Erfolg:

setup.exe -J-Dsun.java2d.noddraw=true

Bekannt ist das Ganze auf allerlei Systemen, schuld ist ein Bug in der JVM von Windows 2000.

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Willkommen beim Oracle DBA Blog!

Verfasst von Kay Liesenfeld am 6. Juni 2008

Ab heute werden wir, Roland Schiller (OCP) und Kay Liesenfeld (OCP), an dieser Stelle über die kleinen und großen Probleme Herausforderungen berichten, auf die wir bei unserer täglichen Arbeit mit Oracle-Datenbanken treffen.

Sicher wird dabei auch das ein oder andere herauskommen, das für andere interessant ist — dies allein war schon die Intention für diesen Blog.

Allen Lesern wünschen wir viel Erfolg beim Stöbern.

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