Gelegentlich kann es vorkommen, dass eine Datenbank “so wie sie ist” auf einen anderen Server verschoben werden soll. Kann man dabei eine Downtime in Kauf nehmen, stellt sich die Sache als relativ simpel dar:
Auf dem Zielsystem muss exakt dieselbe Verzeichnisstruktur wie auf dem Quellsystem geschaffen werden; insbesondere die Dump-Verzeichnisse (bdump, udump, etc.), die Control-Files, die Redo-Logs und natürlich die Datenfiles müssen an dieselbe Stelle verschoben werden. Nicht zu vergessen das SPFILE (sofern vorhanden), die INIT.ORA und das Password-File; alle drei Dateien befinden sich überlicherweise unter $ORACLE_HOME/dbs bzw. /database.
Auf Windows-Systemen ist ein weiterer Schritt erforderlich: hier muss der Dienst neu angelegt werden, der die Instanz erzeugt. Dies geschieht mit dem Oracle-Tool ORADIM.
oradim -new -sid orcl
“ORCL” ist hierbei die zu vergebende SID. Im Dienstemanager von Windows taucht dann sofort der Dienst “OracleServiceORCL” auf. Nun stellt man diesen ggf. noch auf “Automatisch starten” und schon kann man die verschobene Datenbank hochfahren.
Im Netzwerk bzw. auf den Clients muss dann noch die Net8-Konfiguration geändert werden, damit die Clients auch wissen, wo sich die neue Datenbank befindet.

